Land of Hope wird selbstversorgend

Land of Hope wird selbstversorgend
Land of Hope hat einen weiteren wichtigen Schritt auf dem Weg zur Selbstversorgung gemacht. Mit dem Aufbau einer professionell geführten Rinderfarm wurden die ersten 42 Kühe aus Kaduna im Norden Nigerias nach Land of Hope gebracht. Sie sind nun Teil der gesamten landwirtschaftlichen Arbeit der Organisation.
Der Start der Rinderfarm erfolgte mit externer fachlicher Unterstützung. Das Wohl der Tiere hat dabei höchste Priorität. Die Kühe sind eingezäunt und werden regelmäßig von einem Tierarzt untersucht, um gute und gesunde Bedingungen sicherzustellen.
Teil eines langfristigen Plans
„David und ich haben immer davon geträumt, möglichst viele Tiere auf Land of Hope zu haben“, erzählt Anja. Die Kühe erhielt sie als Weihnachtsgeschenk von ihrem Mann, David Emmanuel Umem.
„Wir haben bereits große Wassertanks für die Fischzucht und eine Geflügelfarm mit mehreren tausend Hühnern und Küken. David sagt, seine Mission sei es, eines Tages 50.000 Kühe zu haben. Er träumt groß – und er verfolgt seine Ziele immer mit voller Kraft.“
Die Vision der Selbstversorgung ist seit vielen Jahren ein Grundpfeiler der Arbeit von Land of Hope. In einem Land, das von wirtschaftlicher Unsicherheit, Inflation und hohen Lebensmittelpreisen geprägt ist, ist es entscheidend, möglichst viel selbst zu produzieren. Das stärkt die Organisation und schafft stabile Lebensbedingungen für die Kinder – auch in Krisenzeiten.
Doch die Landwirtschaft liefert nicht nur Lebensmittel.
Sie ist zugleich ein Lernort für die Kinder. Sie helfen aktiv mit und erwerben praktisches Wissen über Landwirtschaft, Tierhaltung und Verantwortung – Fähigkeiten, die für ihre Zukunft von großer Bedeutung sein können.
Von Gemüseanbau zu Tierhaltung
Die Selbstversorgung von Land of Hope basiert auf mehreren Säulen:
1. Gemüseanbau
Auf eigenem Land sowie auf gepachteten Flächen außerhalb der Mauern des Kinderzentrums werden unter anderem Gurken, Yams, Karotten und Tomaten angebaut. Die Ernte wird direkt in den täglichen Mahlzeiten verwendet. Gleichzeitig lernen die Kinder den Anbau und die Pflege von Nutzpflanzen.
2. Tierhaltung
Neben der Rinderfarm investiert Land of Hope bereits seit mehreren Jahren in die Tierproduktion. Fischzucht in Wassertanks sowie eine Geflügelfarm mit über tausend Hühnern und Küken sind heute fester Bestandteil des Betriebs.
Die Produktion ist inzwischen so umfangreich, dass Überschüsse auf lokalen Märkten verkauft werden können und so zur Finanzierung des Zentrums beitragen.
3. Sauberes Trinkwasser
Der Zugang zu sauberem Wasser ist lebenswichtig. Land of Hope verfügt über eine eigene Wasseraufbereitungsanlage, die eine stabile Versorgung mit sauberem Trinkwasser für Kinder und Mitarbeitende sicherstellt.
4. Gesundheitsversorgung und Medizin
Im Rahmen der Selbstversorgungsstrategie hat Land of Hope ein eigenes Krankenhaus mit Operationssaal, Wartebereich und Platz für bis zu 20 Patientinnen und Patienten errichtet. Derzeit dient es als Klinik, in der eigene Pflegekräfte kranke Kinder behandeln und aufnehmen können. Langfristig ist geplant, auch benachbarten Dorfbewohnern eine grundlegende medizinische Versorgung anzubieten.
Ihre Unterstützung wirkt langfristig
Von außen betrachtet ist Land of Hope weit mehr als ein Kinderzentrum. Es ist ein kleines Gemeinschaftssystem, in dem Lebensmittel, Wasser, Gesundheit und Bildung eng miteinander verbunden sind. Die Erfahrungen auf dem Weg zur Selbstversorgung haben das Potenzial, ähnliche Projekte in anderen besonders benachteiligten Regionen zu inspirieren – mit Selbstständigkeit als Schlüssel zu Stabilität und Überleben.
Wenn Sie Land of Hope unterstützen, werden Spenden gezielt in Lösungen investiert, die eine nachhaltige Entwicklung fördern und langfristigen Wert schaffen – für die Kinder im Zentrum und für die umliegenden Gemeinden. Der Aufbau der Rinderfarm ist nur ein konkretes Beispiel dafür, wie Unterstützung in Handlung und Zukunftssicherheit umgesetzt wird.






